Das digitale Leben

Wie stark mein Arbeitsleben mit dem Internet verbunden ist, wurde mir klar, als mich Carola Heine für lexoffice interviewte. Ich habe natürlich Online-Auftritte bei den verschiedenen sozialen Medien, das war mir so weit klar. Dass allerdings ein Großteil meiner Netzwerkarbeit im Netz erfolgt und ebenso die Zusammenarbeit mit Kunden und anderen Freelancern, das hatte ich in dem Umfang noch nicht wahrgenommen.

Bislang hatte ich es für die Nervosität unserer Zeit gehalten, dass ich es unangenehm finde, wenn ich keine gute Internetverbindung habe. Tatsächlich brauche ich das Internet immer und jeden Tag für die Schönen Worte: Ich schaue für meine Kunden, was deren Konkurrenz macht, ich recherchiere Inhalte, ich prüfe meine Texte mit praktischen Tools, habe einen digitalen Zeichenzähler, schließe mich mit Kunden kurz, – das geht hin bis zur Buchhaltung. Vor allem profitiere ich von den zahlreichen Anregungen, die ich über meine Netzwerke bekomme. Das können mal Buchtipps sein oder auch spannendes Praxiswissen rund um die Arbeitsorganisation. Der latente Vorwurf, man würde im Internet nur seine Zeit verdaddeln, ist also nur bedingt berechtigt.

Und ohne das Offline-Leben wäre das ganze nur halb so schön. Nicht umsonst sitze ich in einem Gemeinschaftsbüro mit echten Kollegen, treffe mich mit vielen Kunden live und in Farbe, gehe zu Netzwerktreffen in Restaurants und Cafés, wann immer es möglich ist, und besuche zum Beispiel die Buchhandlungen im Kiez, um mich inspirieren zu lassen.

Die Mischung macht es. Und das bewusste Ein- und Abschalten. Das fällt mir gleich viel leichter mit der neuen Erkenntnis.

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