Schreibblockade? Kriegen wir hin!

Gibt es ohnehin nicht, wenn man den Worten des englischen Schriftstellers Philip Pullman folgt:

„I don’t believe in writer’s block. All writing is difficult. The most you can hope for is a day when it goes reasonably easily.
Plumbers don’t get plumber’s block and doctors don’t get doctor’s block; why should writers be the only profession that gives a special name to the difficulty of working, and then expects sympathy for it?“

Es klingt zunächst etwas hart, schließlich kann so ein kreativer Prozess außerordentlich zehrend sein. Wer wollte da keine Sympathie für seine Leiden. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt und sich klar macht, dass Schreiben Handwerk ist und dass man es stets verfeinern kann, dann wirken Pullmans Worte plötzlich ganz beruhigend.

Meine Lieblingstechnik, wenn es einmal gar nicht weiter will, ist die Sudelliste:

  1. Ich schreibe alles, was in den Text hinein soll, in eine Liste mit Spiegelstrichen.
  2. Dann sortiere ich: Was soll an den Anfang des Textes, was an den Schluss, was in die Mitte, was kann weg?
  3. Ich füge die Punkte, die im Text bleiben sollen, in eine Gliederung ein und ergänze fehlende Aspekte.
  4. Ich fange an zu schreiben, und zwar mit dem Teil, der mir am leichtesten fällt.

Alles andere findet sich dann ganz von selbst. Einerseits habe ich die kreative Seite, in der ich alle Gedanken zu Papier bringe, und andererseits die kontrollierende Ebene, indem ich meine Ideen sortiere. Es funktioniert für kleine Texte, für Kapitel und für große Texte.

Was ist Ihre Lieblingsmethode, um ins Schreiben zu kommen?

 

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